Anchoring Bias
Die Tendenz, sich bei Entscheidungen zu stark an der ersten erhaltenen Information (dem "Anker") zu orientieren.
Ein Verkäufer nennt zunächst einen überhöhten Preis. Der spätere "Rabatt" erscheint attraktiv, obwohl der Endpreis immer noch zu hoch ist.
Verhandlungen und Schätzungen werden durch willkürliche Anfangswerte verzerrt.
Tversky und Kahneman zeigten, dass selbst offensichtlich irrelevante Zahlen (z.B. Roulette-Ergebnisse) nachfolgende Schätzungen beeinflussen. Der Anker-Effekt funktioniert auch bei Experten und selbst wenn Personen vor dem Effekt gewarnt werden.
Zwei Mechanismen wirken zusammen: 1) Selektive Aktivierung – der Anker aktiviert ankerkonsistente Informationen im Gedächtnis. 2) Unzureichende Anpassung – wir passen vom Anker aus an, aber nicht weit genug.
Die Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten basierend darauf, wie leicht uns Beispiele einfallen.
B – Overconfidence BiasDie Tendenz, das eigene Wissen, die eigenen Fähigkeiten und die Genauigkeit der eigenen Vorhersagen zu überschätzen.
B – Sunk Cost FallacyDie Tendenz, an einer Entscheidung festzuhalten, weil bereits Zeit, Geld oder Aufwand investiert wurde – obwohl die Zukunftsaussichten schlecht sind.