Selective Perception
Die unbewusste Filterung von Informationen basierend auf unseren Erwartungen, Bedürfnissen und vergangenen Erfahrungen.
Nachdem Sie sich für ein bestimmtes Auto entschieden haben, sehen Sie plötzlich überall genau dieses Modell auf der Straße.
Wichtige Informationen werden übersehen, weil sie nicht ins bestehende Weltbild passen.
Das berühmte "Gorilla-Experiment" von Simons und Chabris (1999) zeigte eindrucksvoll, wie selektive Aufmerksamkeit funktioniert: 50% der Teilnehmer übersahen einen Gorilla, der durchs Bild lief, weil sie Basketballpässe zählten. Unser Gehirn filtert bis zu 99% aller Sinneseindrücke aus.
Das Retikuläre Aktivierungssystem (RAS) im Hirnstamm entscheidet, welche Reize bewusst werden. Es priorisiert: 1) Bedrohungen, 2) Aktuell Relevantes, 3) Bekanntes und Erwartetes. Was nicht in diese Kategorien passt, wird oft ausgeblendet.
Die Tendenz, Informationen so zu suchen, zu interpretieren und zu erinnern, dass sie unsere bestehenden Überzeugungen bestätigen.
A – Framing EffectDie Art, wie Informationen präsentiert werden (der "Rahmen"), beeinflusst unsere Entscheidungen stärker als der Inhalt selbst.
A – Attentional BiasEmotionale Zustände und Erwartungen lenken unsere Aufmerksamkeit systematisch auf bestimmte Reize, während andere ignoriert werden.