Attentional Bias
Emotionale Zustände und Erwartungen lenken unsere Aufmerksamkeit systematisch auf bestimmte Reize, während andere ignoriert werden.
Menschen mit Flugangst nehmen jedes Ruckeln im Flugzeug wahr, während entspannte Passagiere es kaum bemerken. Hungrige sehen überall Essen.
Verstärkt bestehende Ängste und Überzeugungen, kann zu Teufelskreisen führen.
Eye-Tracking-Studien zeigen, dass ängstliche Personen bedrohliche Reize schneller fixieren und länger betrachten. Diese Hypervigilanz ist evolutionär sinnvoll, wird aber bei Angststörungen dysfunktional. Der Bias ist messbar und trainierbar.
Die Amygdala priorisiert emotionsrelevante Reize automatisch und beeinflusst, wohin unsere Aufmerksamkeit gelenkt wird. Diese Verarbeitung geschieht in Millisekunden, bevor bewusstes Denken einsetzt.
Die Tendenz, Informationen so zu suchen, zu interpretieren und zu erinnern, dass sie unsere bestehenden Überzeugungen bestätigen.
A – Selective PerceptionDie unbewusste Filterung von Informationen basierend auf unseren Erwartungen, Bedürfnissen und vergangenen Erfahrungen.
A – Framing EffectDie Art, wie Informationen präsentiert werden (der "Rahmen"), beeinflusst unsere Entscheidungen stärker als der Inhalt selbst.