Framing Effect
Die Art, wie Informationen präsentiert werden (der "Rahmen"), beeinflusst unsere Entscheidungen stärker als der Inhalt selbst.
"90% fettfrei" klingt gesünder als "10% Fett" – obwohl es dasselbe bedeutet. Oder: Eine Operation mit "90% Überlebensrate" wird eher gewählt als eine mit "10% Sterblichkeitsrate".
Entscheidungen werden durch Formulierung manipuliert, nicht durch Fakten geleitet.
Kahneman und Tversky wiesen 1981 nach, dass Menschen bei positiver Formulierung risikoavers und bei negativer Formulierung risikofreudig werden. Der Framing-Effekt ist einer der robustesten Befunde der Verhaltensökonomie und widerlegt die Annahme rationaler Entscheidungen.
Unser Gehirn verarbeitet Gewinne und Verluste in unterschiedlichen Arealen. Verluste wiegen etwa doppelt so schwer wie Gewinne gleicher Größe (Loss Aversion). Framing aktiviert gezielt das eine oder andere System.
Die Tendenz, Informationen so zu suchen, zu interpretieren und zu erinnern, dass sie unsere bestehenden Überzeugungen bestätigen.
A – Selective PerceptionDie unbewusste Filterung von Informationen basierend auf unseren Erwartungen, Bedürfnissen und vergangenen Erfahrungen.
A – Attentional BiasEmotionale Zustände und Erwartungen lenken unsere Aufmerksamkeit systematisch auf bestimmte Reize, während andere ignoriert werden.