Illusion of Control
Die Überzeugung, Ereignisse beeinflussen zu können, die tatsächlich vom Zufall abhängen.
Glücksspieler werfen Würfel sanfter für niedrige Zahlen und härter für hohe. Oder: Eigene Lottozahlen fühlen sich "richtiger" an als Zufallszahlen, obwohl die Chancen identisch sind.
Überschätzung eigener Einflussmöglichkeiten, Risikofehleinschätzung.
Ellen Langer zeigte in klassischen Experimenten, dass Menschen für selbst gewählte Lotterielose mehr Geld verlangten als für zugewiesene – obwohl die Gewinnchancen identisch waren. Der Einfluss von Glauben auf wahrgenommene Kontrolle ist enorm.
Das Gehirn sucht nach Mustern und Kausalität. Zufällige Kovariationen werden als Ursache-Wirkungs-Beziehung interpretiert. Aktives Handeln verstärkt das Kontrollgefühl, auch wenn die Handlung irrelevant ist.
Die Tendenz, Erfolge den eigenen Fähigkeiten zuzuschreiben, Misserfolge aber äußeren Umständen.
D – Hindsight BiasDie Tendenz, vergangene Ereignisse im Nachhinein als vorhersehbar zu betrachten.
D – Optimism BiasDie Tendenz, positive Ereignisse für wahrscheinlicher zu halten als negative, bezogen auf das eigene Leben.